ABWUN  Das Vaterunser                                                                                                                                                  

Das Gebet Jesu in Aramäisch, die Sprache die Jesus gesprochen hat, in der Übersetzung von Neil Douglas-Klotz.           Er schreibt: Jesus sprach aramäisch - eine der Ursprachen des Nahen Ostens. Mit welcher Fassung des Evangeliums wir uns auch befassen, Jesus sprach die Worte die ihm zugeschrieben werden, auf aramäisch. Dies gilt vor allem für das Gebet, das er seinen Jüngern gab, unser heutiges Vaterunser.

Zum downloaden:  Das Vaterunser in der Sprache Jesu.pdf

Abwûn d'bwaschmâja  Vater Unser im Himmel

Oh  Du, atmendes Leben in allem, Ursprung des schimmernden Klanges.

Du scheinst in uns und um uns, selbst die Dunkelheit leuchtet, wenn wir uns erinnern

 

Nethkâdasch schmach    Dein Name werde geheiligt

Hilf uns einen heiligen Atemzug zu atmen, bei dem wir nur Dich fühlen - und Dein Klang in uns erklinge und uns reinige.

 

Têtê malkuthach   Dein Reich komme

Lass Deinen Rat unser Leben regieren und unsere Absicht klären für die gemeinsame    Schöpfung.

 

Nehwê tzevjânach aikâna d'bwaschmâja af b'arha

Dein Wille geschehe wie im Himmel so auf Erden

Möge der brennende Wunsch Deines Herzens Himmel und Erde vereinen durch unsere Harmonie

 

Hawvlân lachma d'sûnkanân jaomâna

Unser tägliches Brot gib uns heute

Gewähre uns täglich, was wir an Brot und Einsicht brauchen: das Notwendige für den Ruf des wachsenden Lebens

 

Waschboklân chaubên (wachtahên) aikâna daf chnân schvoken l'chaijabên

Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern

Löse die Stränge der Fehler (Irrtümer), die uns binden, wie wir loslassen, was uns bindet an die Schuld anderer

 

Wela tachlân l'nesjuna ela patzân min bischa

Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.

Lass oberflächliche Dinge uns nicht irreführen, sondern befreie uns von dem, was uns zurückhält

 

Metol dilachie malkutha wahaila wateschbuchta l'ahlâm almîn. Amên

Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.

Aus Dir kommt der allwirksame Wille, die lebendige Kraft zu handeln, das Lied, das alles verschönert und sich von Zeitalter zu Zeitalter erneuert

Wahrhaftige Lebenskraft diesen Aussagen!

Mögen sie der Boden sein, aus dem alle meine Handlungen erwachsen. Besiegelt im Vertrauen und Glauben.Amen.

 

Sehr zu empfehlen ist die CD 

Ein mantrisches Oratorium von Christian Bollmann mit dem Oberton-Chor nach den Melodien von Neil Douglas-Klotz.

Die Vertonung stammt von Neil Douglas Klotz unter Nutzung traditioneller nahöstliche Melodien und Gesangsmethoden. Diese Melodien werden in einem Zyklus der Tänze des Universellen Friedens benutzt. Bei dieser Art des heiligen Rundtanzes werden die Töne und Gefühle der verschiedenen Zeilen mit dem ganzen Körper auf nahöstliche Weise gebetet. Die miteinander verflochtenen Melodien der Musik drücken die miteinander verwobenen Gefühle und Bedeutungen der gesungenen Worte aus.

Aramäisch unterscheidet sich sehr deutlich vom Griechischen, der Sprache, von der die westeuropäische Christenheit ihren Ursprung herleitet. Jedes aramäische Wort kann auf mehrere unterschiedliche Weisen interpretiert werden. Das gilt insbesondere für die Worte eines Mystikers oder eines Propheten. In der jüdischen Tradition wird diese Art mehrfacher Interpretation, bei der die Übersetzung eine spirituelle Handlung darstellt, „Midrasch" genannt. In seinen Büchern hat Neil Douglas Klotz bis zu fünf oder sechs mögliche Auslegungen des aramäischen Vaterunsers und anderer Aussagen Jesu angeboten.

 

 

 

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